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Unser Konzert im Mai 2017:

 

Joseph Haydn DIE SCHÖPFUNG

Sonntag, 07. Mai 2017 - 19.00 Uhr

Aula der Universität Bonn

Thereasa Nelles - Sopran

Tamás Tarjányi - Tenor

Thilo Dahlmann - Bass

Camerata Louis Spohr, Düsseldorf

Leitung: Markus Mostert

 

Leider ist Herr Prof. Meinardus während der Probenarbeiten zu Haydns „Schöpfung“ ernstlich erkrankt, so dass er dieses Konzert nicht mehr dirigieren konnte. Unser im April neu gewählter künstlerischer Leiter Markus Mostert hat deshalb kurzfristig die Einstudierung und Aufführung der „Schöpfung“ übernommen. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.
Wir wünschen Herrn Prof. Horst Meinardus von Herzen baldige Genesung.

 

Das Konzert war ein großer Erfolg, Stimmen zu diesem Konzert finden sie hier.

 

„Im Anfange schuf Gott Himmel und Erde“

„Die Schöpfung“ ist das wohl berühmteste Werk Joseph Haydns. Der erste Teil des Oratoriums schildert nach der „Vorstellung des Chaos“ die Erschaffung der Erde und der Meere, der Pflanzen und des Firmaments. Im zweiten Teil kommen als Geschöpfe die Tiere und schließlich der Mensch hinzu. Der dritte Teil handelt vom Leben der biblischen ersten Menschen Adam und Eva im Paradies. Der Sündenfall wird dabei ausgeklammert; er wird nur im letzten Rezitativ des Erzengels Uriel gleichsam als Warnung angedeutet. Das Oratorium endet mit einem großen Lob- und Dankchor.

Der Text wurde nach einem englischen Original von dem Präfekten der Wiener Hofbibliothek und Gründer der (auch Freimaurer-) „Gesellschaft der Associierten“ Baron van Swieten ins Deutsche übersetzt. Dabei verwendet er auch freimaurerisches Gedankengut, das sich von der englischen Vorlage entfernt. Die Übersetzung van Swietens vereint Texte der Lutherbibel (Genesis und Psalmen) mit Auszügen aus John Miltons Genesis-Epos „Paradise Lost“.

Viele, teilweise monumentale Chorsätze feiern die Schöpfung Gottes, einige davon vor allem das jeweilige Ende eines Schöpfungstages.

Das Orchester stellt, teilweise schon in der Ouvertüre, tonmalerisch verschiedene Episoden der Schöpfung dar, etwa das Chaos vor der Schöpfung, den Aufgang der Sonne oder die Erschaffung der verschiedenen Tiere. Die drei Solisten repräsentieren die drei Erzengel Gabiel – Sopran, Uriel – Tenor; Raphael – Bass, die die sechs Tage der Schöpfung erzählen und kommentieren. Im dritten Teil übernehmen Bass und Sopran die Rollen von Adam und Eva.

Joseph Haydn arbeitete etwa anderthalb Jahre teilweise bis zur Erschöpfung an seinem Oratorium. Nach seiner eigenen Aussage war diese Komposition für ihn eine grundlegende religiöse Erfahrung. „...täglich fiel ich auf die Knie nieder, und bat Gott, daß er mir Kraft zur glücklichen Ausführung dieses Werkes verleihen möchte.“, erzählte er seinem Biografen Georg August von Griesinger. „Erst als ich zur Hälfte in meiner Komposition vorgerückt war, merkte ich, daß sie geraten wäre.“ Die Uraufführung der „Schöpfung“ war im Jahre 1798 in Wien.

Text: Monika Götz

 

 

 


Quellen:

Walter Eigenmann :Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde in: Glarean Magazin 2008

Klavierauszug „Die Schöpfung“, Verlag Bärenreiter; Textteil

Franz Xaver Gardeweg: Einführungstext zu: Joseph Haydn: Die Schöpfung, 2008

http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/dokumente/Werkbeschreibung/Haydn_HobXXI-2.html.