Herzlich willkommen beim Bach-Chor Bonn!

 

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Unsere nächsten Konzerte

 

Johann Sebastian Bach JOHANNESPASSION

Sonntag, 04. März. 2018 – 19.00 Uhr

 
Marina Unruh, Sopran

Johanna Rademacher, Alt

Thomas Heyer, Tenor (Evangelist und Arien)

Christoph Scheeben, Bass (Pilatus und Arien)

Timon Führ, Bass (Jesus)

Neues Rheinisches Kammerorchester, Köln

Leitung: Markus Mostert

 

 

 

Einführung Johannespassion

„Herr, unser Herrscher, dessen Ruhm in allen Landen herrlich ist.
Zeig uns durch deine Passion, dass du, der wahre Gottessohn, zu aller Zeit,
auch in der größten Niedrigkeit, verherrlicht worden bist.“


Mit diesen Worten beginnt die Bachsche Johannespassion, ein häufig aufgeführtes Werk, das wie die Matthäuspassion die Leidensgeschichte Jesu auf eindrucksvolle Weise musikalisch schildert. Aber schon in den Anfangsworten zeigt sich der Unterschied zwischen den beiden Passionsvertonungen. Während die Matthäuspassion gemäß der biblischen Textvorlage Klage, Leiden, Schmerz und Trauer in den Vordergrund stellt, ist der in der Passion nach Johannes dargestellte Jesus eher der göttliche Gesandte, der königliche Gottessohn, der nicht wirklich menschlich leidet, nicht aufschreit, sondern zur Ehre Gottes dessen Willen erfüllt.


Die Berichte des Evangelisten von der Gefangennahme und Kreuzigung Jesu werden ergänzt durch zumeist evangelischen Kirchenliedern entnommene Choräle und freie Texte in den Arien, die bestimmte zu den Bibeltexten passende Gefühlslagen ausdrücken wollen. Der Verfasser der freien Texte ist unbekannt, vermutlich stammen sie nicht einmal von nur einem Librettisten.


Die Johannespassion besteht aus zwei Teilen. Der erste berichtet von der Gefangennahme Jesu und der Verleugnung des Petrus, der zweite von den Verhören und der Verurteilung Jesu, von seinem Tod am Kreuz und dem Begräbnis.
Die Solisten schlüpfen dabei in mehrere an der Handlung orientierte „Rollen“, und in den sog. „Turba Chören“ stellen die Sängerinnen und Sänger große Menschenmengen dar, so etwa die johlende Volksmenge oder aber die Schar der Hohenpriester und Pharisäer.


Die Eindringlichkeit des Werkes, die sich u.a. in den großartigen Eingangs- und Schlusschören zeigt, macht die Johannespassion auch für den heutigen Zuhörer zu einem fesselnden und nachhaltigen Musikerlebnis.


Text: Monika Götz

 


Weiterführende Literatur u.a.


Walter, Meinrad:
Johann Sebastian Bach - Johannespassion. Eine musikalisch-theologische Einführung. Carus/Reclam
Dürr, Alfred:
Die Johannespassion – Entstehung, Überlieferung, Werkeinführung. Bärenreiter