Pressestimmen und Rückmeldungen zu Konzerten

Bach Johannespassion am 4.3.2018

Generalanzeiger Bonn vom 6.3.2018 von Fritz Herzog

Bach-Chor in der Aula der Universität
 
Edelmetall und Wärme
 
Bonn. Mit der "Johannes-Passion", der kleineren der beiden von Johann Sebastian Bach erhaltenen Vertonungen des Leidenswegs Jesu Christi, war der Bach-Chor Bonn unter der musikalischen Leitung von Markus Mostert in der Universitätsaula zu Gast.
 
Mostert, seit dem vergangenen Jahr in der Nachfolge von Horst Meinardus für die künstlerischen Geschicke der teils deutlich verjüngten Hundertschaft dieses Bonner Laienchors verantwortlich, kann auf das von seinem Vorgänger erreichte hohe Niveau verlässlich aufbauen.
 
Ein wenig problematisch allerdings auch hier das Manko vieler Chöre: die Überzahl an Frauenstimmen im Verhältnis zwei zu eins. Dafür schlagen sich die Herren dieses Chores wacker.
Das gilt für die in flüssigem Tempo realisierten, reflektierenden Choräle ebenso wie für die akzentuiert "in Szene" gesetzten Turbae-Chöre.
Intonation wie Artikulation bei alledem sind makellos, die Einsätze der Stimmen auf dem Punkt, der Gesamtklang stets homogen und gut durchhörbar.
 
Auch das Orchester, das Neue Rheinische Kammerorchester Köln musiziert qualitätvoll.
Es ist ein moderner, partiell aber durchaus historisch informiert aufspielender Klangkörper. Besondere Akzente in der Continuo-Gruppe setzte dabei die Theorbe. Das Solisten-Quartett wurde angeführt von Thomas Heyer, dessen Evangelist zwischen heldentenoralem Edelmetall und lyrischer Wärme zu changieren vermochte.
 
Mitgebracht mit Marina Unruh für den Sopran-Part und Timon Führ als baritonalen Jesus-Bass hatte Heyer zwei seiner Schüler. Christoph Scheeben gab einen markanten Pilatus.
Wirklich unter die Haut gehen konnten die beiden Alt-Arien von Johanna Rademacher.
Stürmischer Applaus!
 
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/kultur-und-medien/bonn/Edelmetall-und-W%C3%A4rme-article3803214.html

 

Bach - Jesu, meine Freude 2017 am 15.10. 2017

Konzertkritik zu unserem Kiwanis-Konzert vom 15. Oktober 2017 mit Bachs Motette "Jesu, meine Freude"

 
Auszug aus dem Artikel "Warten auf Bach" von Verena Düren, General-Anzeiger vom 17. Oktober 2017, Seite 10:
 

"Nach einer kurzen Pause erklang dann zum Abschluss endlich Bachs Motette 'Jesu, meine Freude' in Gänze. Hierbei zeigte sich der Bach-Chor von seiner besten Seite, und es wurde hörbar, dass die Sängerinnen und Sänger Mosterts genaue Analyse des Werkes regelrecht aufgesaugt hatten. Eine ausgesprochen gelungene Darbietung des Werkes - man hat nur viel zu lange darauf warten müssen."
 
 

"Der Taktstock liegt in jungen Händen"


Vorstellung des neuen künstlerischen Leiters Markus Mostert
im Bonner Generalanzeiger vom 30.6.2017
 
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Taktstock-liegt-in-jungen-H%C3%A4nden-article3592535.html

 
 

Joseph Haydn - Schöpfung am 7. Mai 2017

Konzertkritik zu Joseph Haydn - Schöpfung am 7. Mai 2017 in der Aula der Universität Bonn

Auszug aus "Eine Fülle des Wohllauts" von Fritz Herzog, General-Anzeiger vom 9.5.2017:

In der Aula der Universität hätte "Die Schöpfung" das Abschiedskonzert von Horst Meindardus als künsterischem Leiter das Bachchors Bonn sein sollen. Seit 2010 hat der vormals langjährige Chef des Kölner Opernchors der Bonner Sänger-Gemeinschaft zu neuem Aufschwung verholfen. Wegen einer schweren Erkrankumg musste Meinardus Einstudierung und Leitung seinem im vergangenen Monat gewählten Nachfolger Markus Mostert überlassen.
Dessen Einstand fiel durchaus achtbar aus, wiewohl seine "Vorstellung des Chaos" - vermutlich ganz im Sinne eines altersmilden Haydn - einer "Fülle des Wohllauts" gleichkam, und selbst jene Stellen, die wie Nr. 3 lautmalend auf meteorologische Effekte à la Rossini setzt, oder die wie Nr. 21 "Brehms Tierleben" illustrieren könnten, wirkten wenig aufregend. Bei alledem folgte Mostert die mit dem Bach-Chor schon einige Zeit erfolgreich verbundenen Camerata Louis Spohr aus Düsseldorf - sieht man von ein paar Patzern im Horn einmal ab - glänzend. Der vierstimmige Chor leistete sorgfältige Arbeit, intonierte unter guter Textverständlichkeit pünktlich und sauber.
Dass die Männer der Überzahl an Frauen bisweilen etwas "lautstark" begegneten, mochte man hinnehmen. Für die ausgedehnten Soli hatte man mit Theresa Nelles (Sopran), Tamás Tarjányi (Tenor) und Thilo Dahlmann (Bass) angenehm zurückhaltende Mozartstimmen verpflichten können.
Viel Freude beim Publikum.

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Gratulation von Theo Römer, Vorstandsmitglied im VDKC NRW und Mitglied im Künstlerischen Beirat des Chorverbands

Sehr geehrte Damen und Herren!

Herzlichen Glückwunsch zu dieser wohlgelungenen Aufführung der „Schöpfung“ von Joseph Haydn. Welch eine glückliche Fügung, dass aus einem Abschiedskonzert für Professor Horst Meinardus sogleich ein Antrittskonzert werden konnte für den erst vor einem Monat gewählten Nachfolger Markus Mostert, eine gewiss nicht alltägliche Form der „Feuertaufe“ nach nur vier Proben und einem Probenwochenende. Was für ein Einstieg, Respekt!

Markus Mostert brachte eine durchaus würzige Interpretation von Haydns Oratorien-Prachtexemplar zuwege, zügig und frisch – wie aus einem Guss. Die Schöpfung ist nicht zuletzt ein ehrfurchtgebietender Prüfstein für den Dirigenten. Der Neue lenkte Solisten, Chor und Orchester sicher und souverän unfallfrei durch die Partitur, aus der manche Seiten in geradezu sportlicher Bestzeit absolviert wurden.

Die Sängerinnen und Sänger reagierten in ihren Jubel-Chören bereitwillig auf vielfältige dynamische Schattierungen und ließen sich zu beweglicher Virtuosität und effektvollen Steigerungen mitreißen – als wäre ein frühlingsfrischer Pfingststurm durch die Reihen gefegt. Man hielt den Atem an.

Keine Frage, dass die Solo-Engel und vor allem Adam und Eva die Freude vergnüglichen Zuhörens erfolgreich steigerten.

Der stürmische Beifall der Zuhörer war berechtigt.

Wie gesagt, ein guter Tag für den Bonner Bach-Chor, der für die kommende Zusammenarbeit zu den schönsten Hoffnungen berechtigt.

Mit herzlichen Grüßen

und den besten Wünschen für manche harmonischen Jahre

Theo Römer

(Vorstandsmitglied im VDKC NRW und

Mitglied im Künstlerischen Beirat des Chorverbands)